Wings for Life World Run 2017

Zum bereits vierten mal fand am 7. Mai der Wings for Life World Run statt. Jener Lauf, bei dem du nicht dem Ziel entgegen läufst, sondern dich das Ziel quasi einholt. Der Gewinner ist nicht als Erster und am schnellsten im Ziel, sondern verliert als Letzter den Kampf gegen das sogenannte Catcher Car. Alle Teilnehmer starten überall auf der Welt zur exakt selben Zeit. 30 Minuten nach dem offiziellen Rennstart setzt sich in allen Locations ein Catcher Car in Bewegung und nimmt die Verfolgung der Läufer auf. Solange du vor dem Catcher Car läufst, bleibst du im Rennen. Sobald dich das Catcher Car überholt, ist das Rennen für dich beendet. So werden lokale Sieger bzw. ein globaler Champion ermittelt. Das Catcher Car fährt zuerst 15 km/h für eine Stunde, dann 16 km/h für eine Stunde, dann 17 km/h für eine Stunde, dann 20 km/h für zwei Stunden und schließlich 35 km/h, bis der letzte Läufer eingeholt ist. Heuer waren insgesamt 155.288 Läufer am Start, 14.000 davon allein in Wien.

Vom Lauftreff Nußdorf machten sich vier Läufer auf den Weg in unsere Bundeshauptstadt: Bernhard Schwärz mit Filius Florian, Sudhir Batra und Oliver Riefler. Alle hatten sie eines gemeinsam, nämlich die Stimmung einer großartigen Laufveranstaltung zu genießen und gleichzeitig natürlich auch möglichst lange vor dem Catcher Car zu bleiben und so viele, viele Kilometer zu sammeln. Das bescheidene Wetter mit permanentem NW-Wind und Spitzen über 50 km/h sollte dabei keine unwesentliche Rolle spielen.

Während Bernhard Schwärz in seiner Läuferkarriere schon tausende von Kilometern abgespult hatte, war es für Florian doch ungewohntes Terrain. Eins war jedoch klar: egal wie weit das gehen würde, so weit war er noch nie zuvor in seinem Leben am Stück gelaufen. Umso beachtlicher sind die 28,65 km einzuschätzen, die er vor dem unbarmherzig näher kommenden Catcher Car bleiben konnte. Damit belegte Florian Rang 698. Noch, die Betonung liegt auf noch ( 😉 ), konnte der Vater dem Sohne zeigen, wer familienintern die Nase vorn hat. Bernhard brachte es schließlich auf stolze 31,49 Kilometer und Platz 419. Ein sehr respektables Ergebnis, wenn man die doch eingeschränkten zeitlichen Ressourcen bedenkt, die wettkampfspezifisches Training oftmals nicht wirklich erlauben. Ehrgeizig wie Bernhard nun einmal ist, war er nicht gänzlich zufrieden. Wir meinen jedoch, dass das ein wirklich starker Auftritt war.

Sudhir Batra startete zum ersten mal beim Wings for Life World Run. Sein Ziel war, möglichst lange eine Pace zwischen 4:10/km und 4:15/km zu laufen, was hochgerechnet über 50 Kilometer ergeben hätte. Das ging auch lange Zeit gut. Bei Kilometer 27 lag Bini noch gut im Rennen, das immer schlechter werdende Wetter samt Wind kosteten jedoch auch ihm viel Kraft, sodass schließlich 38,20 Kilometer (Rang 118) auf der Uhr standen, ehe er eingeholt wurde. Sein Ziel, die Marathondistanz abspulen zu können, konnte er leider nicht ganz erreichen. Trotzdem war Bini zufrieden, zumal dies nach dem letztjährigen Salzburg Marathon die zweitweiteste Strecke seiner Läuferkarriere war. Unserer bescheidenen Meinung nach wird Allrounder Bini bei entsprechenden Trainingsumfängen dieses Ergebnis in Zukunft noch deutlich steigern können.

Nach 2015 erkor Oliver Riefler den Wings for Life World Run wieder zu seinem Saisonhöhepunkt. Nach intensiver Vorbereitung mit etlichen langen Läufen war das erklärte Ziel, heuer jedenfalls die 60 Kilometermarke zu übertreffen. Das sollte nach den erbrachten Trainingsleistungen auch durchaus möglich sein. Diese Rechnung hatte er jedoch ohne den starken Einfluss des Wiener Wetters gemacht. Letztlich zeigte die Uhr 58,57 Kilometer, als er eingeholt wurde. Damit wurde #mission60km+ knapp, aber doch verfehlt. Wettgemacht wird das allemal durch die Tatsache, dass sich Oliver lediglich dem zweimaligen WFLWR Sieger und Profiläufer Lemawork Ketema geschlagen geben musste, der natürlich in einer eigenen Liga läuft. Damit steht Platz 2 von 14.000 Startern zu Buche, womit man eigentlich uneingeschränkt zufrieden sein könnte … ja könnte. Wäre da nicht die Gewissheit, dass bei besseren Bedingungen die 60er-Marke sicher gefallen wäre, 65 Kilometer bei gutem Rennverlauf möglich gewesen wären. Die Halbmarathonmarke passierte Oliver nach 1:22 Stunden und einer Durchschnittspace von 3:53/km, was hochgerechnet 74 Kilometer geworden wären. Das war natürlich utopisch, aber Oliver wusste, dass er den ersten Streckenabschnitt bis zur Praterhauptallee nutzen musste, um sich im Windschutz der umliegenden Gebäude einen Puffer herauszulaufen. Genau dort ist nämlich der östlichste Punkt der Strecke und es geht dann nur mehr gen Nordwesten – jener Richtung, aus der permanent starker Wind mit Böen von über 50 km/h blies. Selbst bei Marathondistanz war Oliver noch gut unterwegs: die Uhr zeigte 2:47 Stunden bei einer Pace von 3:57/h. Das wären immer noch 69 Kilometer geworden. Das Wetter wurde jedoch immer schlechter, zum starken Wind gesellte sich Starkregen, was in Summe zu viel Kraft kostete. Oliver hatte das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen und kaum vom Fleck zu kommen und so wurde aus einer immer noch guten Pace um 4:10/km flugs eine 4.30er-Pace bzw. noch langsamer. Man konnte der Uhr beinahe zusehen, wie der Schnitt Sekunde für Sekunde nach oben ging, bis schließlich klar war, die 60 Kilometer sind nicht mehr zu schaffen. Das Catcher Car kam 1,5 Kilometer zu früh. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Rang 2 in Österreich und globaler 73. können sich absolut sehen lassen, das knapp nicht geschaffte Ziel nicht ganz so tragisch erscheinen. Und wie pflegt Oliver gern zu sagen: „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen!“ Da scheint jemand noch nicht abgeschlossen zu haben. 😉

Ergebnisse

 

Stadtlauf Mattighofen

Schöne Erfolge für den Lauftreff Nussdorf in Mattighofen.
Beim Stadtlauf über 10 KM mit ca 100 HM und starken Kurven holte sich Florian Rausch den 4. Gesamtrang und den Sieg in der AK Wertung.
Bei den 30er gewann Sudhir Batra seine Klasse, vor Teamkollegen Mike Rausch. Der dritte Rausch im Bunde lief übrigens auch Bestzeit!
Gratulation!

Landesmeisterschaft 10000 m

Am 23. September fand die 10000 Meter Landesmeisterschaft auf der Bahn statt. Nach erfolglosem einjährigen Intermezzo als Anhängsel der Oberösterreichischen Meisterschaft trat heuer wieder der ASV in gewohnter Manier auf deren Anlage in Salzburg Itzling als Veranstalter auf. Nicht verändert hat sich leider das überschaubare Interesse der Teilnehmer. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen war die Ergebnisliste mit 5 bzw. 6 gewerteten Läufern mehr als dürftig. Während Volksläufe und große Marathonveranstaltungen nach wie vor boomen, wagen nur wenige Athleten den (ungewohnten) Start bei einem Bahnrennen. Schade auch, dass häufig sogar die Besten dieser Zunft es nicht der Mühe wert finden, bei Meisterschaftsrennen anzutreten und stattdessen andere Läufe bevorzugen. Das Bild, das sich hier von der Salzburger Leichtathletikszene bietet, ist wahrlich ein trauriges.

lm-10000mWie schon in den letzten Jahren, war der Lauftreff Nußdorf auch heuer mit am Start. Florian Rausch und Sudhir Batra stellten sich der Herausforderung, 25 harte Runden zu absolvieren. Robert Schwaiger, Alex Knoblechner und auch Oliver Riefler konnten leider nicht starten, sonst hätten wir wie schon bei den Marathon Landesmeisterschaften im Mai die Hälfte der Starter gestellt.

Die drei Schnellsten des Feldes – Hans-Peter Innerhofer, Maximilian Fridrich und Mustafe Abdilaahi – konnten sich bald vom restlichen Verfolgerfeld absetzen. Fridrich, der noch vor einer Woche ein erfolgreiches Debut auf der für ihn ungewohnt langen Distanz über 10 km beim Walser Dorflauf gegeben hatte, konnte das Rennen jedoch nicht beenden. So gewann H.-P. Innerhofer schließlich relativ souverän in 31:40 min vor Abdilaahi in 33:53 min. Die Bronzemedaille ging an Andreas Stöckl in 34:52 min.

Flo konnte sich in 35:04 min an vierter Stelle platzieren. Abermals eine sehr starke Leistung. Bei etwas mehr Mut und Risiko wäre wohl ein Stockerlplatz drin gewesen. Aber dazu wird er noch sehr oft die Gelegenheit haben. Bini landete schließlich in 37:13 min an 6. Stelle. Respekt auch dafür!

Ergebnisse

Mauritius Marathon

Schöner Erfolg auch auf der südlichen Hemisphäre für den Lauftreff Nussdorf. Beim Mauritius Marathon startete Sudhir Batra im Rahmen seines Urlaubes beim 10 KM Lauf und konnte dort die Altersklasse M30 gewinnen und gesamt Rang 2 von 124 Startern belegen. Auf der hügeligen und windigen Strecke bei hoher Luftfeuchtigkeit war nur die französische Spitzenläufer Arnaud Moel (Bestzeiten 10 km: 30 min, HM: 1:07 h, Marathon: 2:27 h) schneller als „Bini“, nach 3 Kilometern stellte sich das Podest schon ein, und somit liefen die ersten 5 Läufer alle allein ins Ziel.
Alle Ergebnisse: http://www.mauritiusmarathon.com/english/results/


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Halbmarathon Wels

Am 20.03. waren mit Toni Wimmer, Bernhard Rausch, Langthaler Arthur, Markus Zauner und Sudhir Batra gleich 5 Teilnehmer beim Welser Halbmarathon bzw. Powerrun über 7.1 km dabei. Wie in OÖ gewohnt, war die Leistungsdichte sehr hoch, was auch die Leistungen unserer Starter beflügelte. So gab es für Bernhard im Power Run (7,1 km) mit 27:25 min. Klassenrang 15.
In seinem letzten Auftritt für den Lauftreff Nussdorf konnte Markus Zauner mit starken 24:50 min. in der Klasse M20 den Tagessieg holen. Gratulation und viel Erfolg in der Zukunft beim LC Oberpinzgau.

Beim Halbmarathon gab es trotz starken Gegenwindes auf den 3 Runden (jeweils zwischen km 3 – 5) gleich 2 neue persönliche Bestzeiten.
Das Marathontraining für den 1. Mai (Salzburger und Österreichische Meisterschaften) machten sich bei Sudhir Batra (1:20:23 h) und Toni Wimmer (1:41:23 h) bezahlt, und das noch in der Vorbereitungsphase – vielversprechnend für das Heimrennen am 17.4. in Nussdorf und den 1.Mai in Salzburg.
Klassenränge: Toni 31. in der M-50, Bini 9. in der M-30.

Langthaler Arthur belegte mit 1:47:30 h Rang 15 in der M-60.
Der Sieg ging in unglaublichen 1:03:14 an Rutoh Dennis-Kipkorir.

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Alle Ergebnisse auf Pentek-Timing

Fuschlseelauf 2015 – „Race the Lake“

fuschlseelauf_alexUnter dem Motto „Race the Lake“ rief der Fuschlsee auch heuer wieder und vier unserer Lauftreff Nußdorf Athleten konnten diesem Ruf nicht widerstehen und nahmen am vergangenen Sonntag, 30. August 2015, an der wunderschönen Laufveranstaltung rund um den Fuschlsee teil.

Bei heuer brütender Fuschlseelauf 2015Hitze übernahm unser Schnellster Alex Knoblechner vom Start weg die Führungsposition und sollte die auch bis ins Ziel nicht mehr hergeben. Nach Kilometer 1 zeigte die Uhr 3:15 min an, ein Höllentempo für diese Temperaturen. Da hieß es mit Köpfchen laufen, wenn nötig das Tempo zu dosieren, jedoch richtig Gas zu geben, wenn möglich. Und das tat unser Alex. Nach etwa drei Kilometern begann sich das Feld etwas fuschlseelauf_hubertauseinander zu ziehen. Oliver Riefler, der seit etwa drei Wochen mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hat, lag zu dieser Zeit mit schon etwas Respektabstand an etwa 10 Stelle, konnte dann jedoch noch einige Positionen gut machen. Ein paar weitere Positionen zurück schließlich die anderen beiden Nußdorfer Hubert Standl und Sudhir Batra.

Souverän erzielte Alex fuschlseelauf_biniden Tagessieg beim heurigen Fuschlseelauf in sehr guten 43:49 min, knapp eine halbe Minute vorm Zweiten Andreas Englbrecht. Oliver kam schließlich nach 46:48 min als 6. ins Ziel, was gleichzeitig Rang 1 in der M40 bedeutete. Restlos zufrieden war er jedoch damit nicht, lief er die Strecke doch vor zwei Jahren ebenso in der Vorbereitung für den Marathon in Graz etwa eine halbe Minute schneller. Hubert und Bini liefen große Teile der Strecke gemeinsam und so war es nicht verwunderlich, dass sie auch unmittelbar hintereinander ins Ziel kamen: Hubert mit einer Zeit von 48:09 min als 14. (2. Rang M50) bzw. Bini mit 48:16 min als 15. (5. Rang M30). Beide waren mit diesen Leistungen sehr zufrieden, war Hubert in letzter Zeit doch mehr mit dem Rennrad als in den Laufschuhen unterwegs gewesen und Bini hatte am Vortag noch beim Red Bull 400 die Skisprungschanze in Bischofshofen erklommen.

In Summe präsentierte sich der Lauftreff Nußdorf wieder sehr gut. In der Breite sind wir seit Jahren gut aufgestellt, mit Alex auf der Straße und Robert auf dem Berg haben wir nun aber zwei absolute Sieganwärter in unseren Reihen. Jungs, wir sind stolz auf euch!!! 🙂Fuschlseelauf 2015_siegerehrungfuschlseelauf_preise2