Altötting Halbmarathon

Zum bereits 24. mal fand am Sonntag, 20. 9. 2015, der internationale Altötting OMV Halbmarathon statt. Seit vielen Jahren ist er einer der bekanntesten und bestorganisiertesten Halbmarathons Deutschlands und gilt als schnellster Naturlauf der Welt, wobei der größte Teil dieses Laufes durch den Wald führt. Insgesamt beendete heuer die Rekordzahl von 2110 Startern den Lauf, die Hälfte davon allein auf der Halbmarathonstrecke, der Rest auf der 6 bzw. 1,3km Strecke.

aö3Das Rennen bei den Männern wurde wie erwartet von den Brüdern Ivan (Marathonbestzeit: 2:11) und Alexandr (PB: 2:14) Babaryka aus der Ukraine dominiert. Sie finishten in 1:07:37h bzw. 1:07:42h. Beide nahmen im Übrigen auch bei der vor kurzem in Peking ausgetragenen Leichtathletik WM im Marathon teil. Ivan Babaryka hat weiters schon drei Mal den Moskau Marathon gewonnen. Da waren zwei wirklich starke Läufer am Start.

Mit den Plätzen 3 und 4 erreichten Oliver Riefler und Robert Schwaiger damit sicherlich platzierungsmäßig das Maximum, an ein Mitlaufen mit diesen Profis war naturgemäß nicht zu denken. Die beiden gingen recht hoffnungsvoll in das Rennen: die Hausübungen waren gemacht, d. h. schnelle Trainings(tempo)läufe absolviert, das Wetter war ideal … alles schien angerichtet. Das Ziel war, mit einer Pace von 3:30/km anzulaufen und eine solide 1:14er Zeit zu schaffen, an einem idealen Tag vielleicht sogar eine hohe 1:13er Zeit. Aber es sollte ganz anders kommen. Schon nach wenigen Kilometern merkten beide, dass es nicht ein solcher Tag werden würde, und so gestaltete sich das Rennen schwierig. Trotzallem kämpften sich die beiden noch mit respektablen Zeiten ins Ziel. Oliver erreichte nach 1:15:44h das Ziel: damit Gesamtrang 3 und Sieger der Altersklasse M40. Robert beendete das Rennen kurz dahinter in einer Zeit von 1:16:08h: Gesamt 4. und ebenfalls Gewinner der Altersklasse M35.

Die beiden waren sichtlich nicht ganz zufrieden mit ihren Zeiten. Während es bei Robert nach dem harten Dolomitenmann vergangenen Sonntag und dem donnerstäglichen Businesslauf nur allzu logisch erschien, konnte Oliver nur zerknirscht festhalten, dass es wohl einfach nicht sein Tag gewesen war. Der Halbmarathon war ganz im Zeichen der Marathonvorbereitung für Graz gestanden, und um so wichtiger wäre eine gute Zeit gewesen, um einerseits Selbstvertrauen zu tanken, und weiters die Gewissheit zu haben, in Graz die erste Hälfte wie geplant in 1:15 hoch anlaufen zu können, um das ausgegebene Ziel zu erreichen. Aber es sollte einfach nicht sein. Vielleicht ist ja der 11. Oktober „sein Tag“.

Christian Wimmer,70.3 St.Pölten 2015-Tria Selfie

Auch Christian Wimmer ging im Wallfahrtsort Altötting an den Start. Für ihn verlief das Rennen ideal und so konnte er nach 1:37:20h die Ziellinie überqueren. Dabei „verschenkte“ er sogar noch die eine oder andere Sekunde, da er die letzten Meter gemeinsam mit seinem Sohn bestritt. Dies bedeutete Gesamtrang 196 bzw. Platz 29. in der Altersklasse M30.

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Halbmarathon Altötting 2013

1:14:58  – Erfolgreiche Generalprobe für Oliver Riefler in Altötting

Bester weißer Läufer, bester gebürtiger Europäer und bester nicht bezahlter Läufer wurde ein Österreicher, nämlich unser Oliver Riefler vom Lauftreff Nußdorf, und der kam vor dem besten Deutschen im Ziel!

Oliver Riefler kann beruhigt in die letzten drei Wochen vor den Marathon-Staatsmeisterschaften in Graz gehen. Mit einem 4. Gesamtrang beim quantitativ starken Halbmarathon (927 Finisher!) in Altötting hinter drei Kenianern kann Oliver sehr zufrieden sein. Leider war die Renngestaltung schwierig, weil nach den schnellen Kenianern (alle drei liefen eine 1:03-Zeit) von wirklich schnellen Zeiten nicht mehr viel zu sehen war. Da werden beim Grawe-Oichtental-Halbmarathon in Nußdorf im Durchschnitt schnellere Zeiten gelaufen 🙂

Wie zu erwarten, setzten sich die drei Kenianer sofort nach dem Start von der circa 15-köpfigen Verfolgergruppe ab. Oliver glaubte mit der späteren Damen-Tagessiegerin Prisca Kiprono (Kenia) und der vom Veranstalter groß angekündigten russischen Marathonläuferin Tatiana Vilisova gute Pacemakerinnen zu haben. Nach zwei gemächlichen Kilometern blickte er auf die Uhr und wusste, dass diese Kilometerzeiten ein Erreichen der vorgenommenen 1:15-Zeit unmöglich machen würden und entschied sich, sein eigenes Tempo mit ca. 3:30 min/km zu laufen. Zwei weitere Läufer folgten ihm und gemeinsam liefen sie die nächsten Kilometer. Ein Läufer musste nach etwa vier Kilometern abreißen lassen, mit dem anderen, Daniel Rennertseder (PB 1:11), lief Oliver dann schließlich bis Kilometer 16 gemeinsam. Als Rennertseder das Tempo nicht mehr mitgehen konnte, verschärfte Oliver das Tempo und lief den 17. Kilometer in 3:04 min und konnte sich da entscheidend von seinem Verfolger absetzen. Diesen Vorsprung gab er nicht mehr aus der Hand und beendete das Rennen schließlich an guter vierter Position und damit als erster Nicht-Kenianer, was einem gefühlten Tagessieg gleichkam 🙂

>> www.halbmarathon.de

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