4- bzw. 2-Stundenlauf in Marchtrenk

Am 3. März 2019 fand in Marchtrenk zum mittlerweile zehnten mal der 4- bzw. 2-Stundenlauf statt. Waren vergangenes Jahr noch Alex Knoblechner (Sieger des 4-Stundenlaufes) und Bernhard Rausch am Start gewesen, so versuchte heuer Oliver Riefler nach einem wahren Seuchenjahr, wieder vorsichtig Wettkampfluft zu schnuppern.

Aufgrund des Trainingsrückstandes trat Oliver beim kürzeren 2-Stundenlauf an, welcher den Trainingstrott am doch steinigen Weg zurück etwas unterbrechen und auflockern sollte.

Auf dem 2.925 m langen Rundkurs konnte Oliver in den zwei Stunden schließlich 11 Runden absolvieren, was bei einer Durchschnittspace von 3:56/km einer zurückgelegten Strecke von 32,2 km entspricht. Damit klassierte sich Oliver an 2. Stelle und konnte damit wahrlich zufrieden sein.

Den 4-Stundenlauf gewann übrigens kein Geringerer als Karl Aumayr, der gesamt 64,3 km in 3:49/km abspulte und damit einen neuen Streckenrekord aufstellte. Dies hätte sogar für einen neuen österreichischen Rekord auf 50 km gereicht, wenn denn zur exakten Zeitabnahme nicht nur bei Start und Ziel eine Zeitmatte gewesen wäre. Karl ist in bestechender Form für seinen heurigen Auftritt beim Wings for Life World Run und wir freuen uns, ihn am 7. April gemeinsam mit Oliver als Pacemaker für 1:25 h in Nußdorf am Start zu haben.

Ergebnisse 2-Stundenlauf

6-Stundenlauf in Prambachkirchen

Zum vierten Mal fand in Prambachkirchen, im oberösterreichischen Hausruckviertel gelegen, ein 6- bzw. 12-Stundenlauf statt. Zum ersten Mal wagte sich Oliver Riefler an einen Ultrabewerb heran. Obgleich er in (den Vorbereitungen zu) seinen Wings for Life World Runs schon mehrere Läufe jenseits der 50 km-Marke absolviert hatte, ging es bisher selten länger als 3 1/2 Stunden. Ein 6-Stundenlauf sollte dann doch eine andere Dimension darstellen – das musste der Viel- und Langläufer demütig zur Kenntnis nehmen.

Nach einem wahren Seuchenjahr, ohne entsprechende Vorbereitung und mit ausklingenden muskulären Problemen hatte Oliver jedoch nichts zu verlieren. Er wollte sich dieser Herausforderung einfach mal stellen. Der Plan war, wie in seinem letzten Trainigslauf, in den ersten 4 Stunden etwas 55 km zu laufen, und dann zu schauen, was in den verbleibenden 2 Stunden noch möglich ist. Aufgrund der enormen Hitze (Start: 12:30 Uhr) war dieses Vorhaben jedoch nicht umzusetzen. Auf dem 1458 m langen Rundkurs wurden die Splits zunehmend langsamer, es ein richtiger Kampf.

Letztlich zeigte die Uhr nach Ablauf der 6 Stunden 71,439 km an, was an diesem Tag zu Platz 2 reichen sollte. Oliver musste sich nur Thomas Unger geschlagen geben, der es auf 73,943 km brachte. Zwei Vertreter Österreichs der 100 km WM in Kroatien im kommenden September stiegen aufgrund der enormen Belastung durch die hohen Temperaturen vorzeigtig aus. Das war vielleicht sogar vernünftig, aber Vernunft ist nicht unbedingt immer jene Tugend, die Oliver bei Entscheidungen das Laufen betreffend leitet.   😉

Ergebnisse

Wings for Life World Run 2017

Zum bereits vierten mal fand am 7. Mai der Wings for Life World Run statt. Jener Lauf, bei dem du nicht dem Ziel entgegen läufst, sondern dich das Ziel quasi einholt. Der Gewinner ist nicht als Erster und am schnellsten im Ziel, sondern verliert als Letzter den Kampf gegen das sogenannte Catcher Car. Alle Teilnehmer starten überall auf der Welt zur exakt selben Zeit. 30 Minuten nach dem offiziellen Rennstart setzt sich in allen Locations ein Catcher Car in Bewegung und nimmt die Verfolgung der Läufer auf. Solange du vor dem Catcher Car läufst, bleibst du im Rennen. Sobald dich das Catcher Car überholt, ist das Rennen für dich beendet. So werden lokale Sieger bzw. ein globaler Champion ermittelt. Das Catcher Car fährt zuerst 15 km/h für eine Stunde, dann 16 km/h für eine Stunde, dann 17 km/h für eine Stunde, dann 20 km/h für zwei Stunden und schließlich 35 km/h, bis der letzte Läufer eingeholt ist. Heuer waren insgesamt 155.288 Läufer am Start, 14.000 davon allein in Wien.

Vom Lauftreff Nußdorf machten sich vier Läufer auf den Weg in unsere Bundeshauptstadt: Bernhard Schwärz mit Filius Florian, Sudhir Batra und Oliver Riefler. Alle hatten sie eines gemeinsam, nämlich die Stimmung einer großartigen Laufveranstaltung zu genießen und gleichzeitig natürlich auch möglichst lange vor dem Catcher Car zu bleiben und so viele, viele Kilometer zu sammeln. Das bescheidene Wetter mit permanentem NW-Wind und Spitzen über 50 km/h sollte dabei keine unwesentliche Rolle spielen.

Während Bernhard Schwärz in seiner Läuferkarriere schon tausende von Kilometern abgespult hatte, war es für Florian doch ungewohntes Terrain. Eins war jedoch klar: egal wie weit das gehen würde, so weit war er noch nie zuvor in seinem Leben am Stück gelaufen. Umso beachtlicher sind die 28,65 km einzuschätzen, die er vor dem unbarmherzig näher kommenden Catcher Car bleiben konnte. Damit belegte Florian Rang 698. Noch, die Betonung liegt auf noch ( 😉 ), konnte der Vater dem Sohne zeigen, wer familienintern die Nase vorn hat. Bernhard brachte es schließlich auf stolze 31,49 Kilometer und Platz 419. Ein sehr respektables Ergebnis, wenn man die doch eingeschränkten zeitlichen Ressourcen bedenkt, die wettkampfspezifisches Training oftmals nicht wirklich erlauben. Ehrgeizig wie Bernhard nun einmal ist, war er nicht gänzlich zufrieden. Wir meinen jedoch, dass das ein wirklich starker Auftritt war.

Sudhir Batra startete zum ersten mal beim Wings for Life World Run. Sein Ziel war, möglichst lange eine Pace zwischen 4:10/km und 4:15/km zu laufen, was hochgerechnet über 50 Kilometer ergeben hätte. Das ging auch lange Zeit gut. Bei Kilometer 27 lag Bini noch gut im Rennen, das immer schlechter werdende Wetter samt Wind kosteten jedoch auch ihm viel Kraft, sodass schließlich 38,20 Kilometer (Rang 118) auf der Uhr standen, ehe er eingeholt wurde. Sein Ziel, die Marathondistanz abspulen zu können, konnte er leider nicht ganz erreichen. Trotzdem war Bini zufrieden, zumal dies nach dem letztjährigen Salzburg Marathon die zweitweiteste Strecke seiner Läuferkarriere war. Unserer bescheidenen Meinung nach wird Allrounder Bini bei entsprechenden Trainingsumfängen dieses Ergebnis in Zukunft noch deutlich steigern können.

Nach 2015 erkor Oliver Riefler den Wings for Life World Run wieder zu seinem Saisonhöhepunkt. Nach intensiver Vorbereitung mit etlichen langen Läufen war das erklärte Ziel, heuer jedenfalls die 60 Kilometermarke zu übertreffen. Das sollte nach den erbrachten Trainingsleistungen auch durchaus möglich sein. Diese Rechnung hatte er jedoch ohne den starken Einfluss des Wiener Wetters gemacht. Letztlich zeigte die Uhr 58,57 Kilometer, als er eingeholt wurde. Damit wurde #mission60km+ knapp, aber doch verfehlt. Wettgemacht wird das allemal durch die Tatsache, dass sich Oliver lediglich dem zweimaligen WFLWR Sieger und Profiläufer Lemawork Ketema geschlagen geben musste, der natürlich in einer eigenen Liga läuft. Damit steht Platz 2 von 14.000 Startern zu Buche, womit man eigentlich uneingeschränkt zufrieden sein könnte … ja könnte. Wäre da nicht die Gewissheit, dass bei besseren Bedingungen die 60er-Marke sicher gefallen wäre, 65 Kilometer bei gutem Rennverlauf möglich gewesen wären. Die Halbmarathonmarke passierte Oliver nach 1:22 Stunden und einer Durchschnittspace von 3:53/km, was hochgerechnet 74 Kilometer geworden wären. Das war natürlich utopisch, aber Oliver wusste, dass er den ersten Streckenabschnitt bis zur Praterhauptallee nutzen musste, um sich im Windschutz der umliegenden Gebäude einen Puffer herauszulaufen. Genau dort ist nämlich der östlichste Punkt der Strecke und es geht dann nur mehr gen Nordwesten – jener Richtung, aus der permanent starker Wind mit Böen von über 50 km/h blies. Selbst bei Marathondistanz war Oliver noch gut unterwegs: die Uhr zeigte 2:47 Stunden bei einer Pace von 3:57/h. Das wären immer noch 69 Kilometer geworden. Das Wetter wurde jedoch immer schlechter, zum starken Wind gesellte sich Starkregen, was in Summe zu viel Kraft kostete. Oliver hatte das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen und kaum vom Fleck zu kommen und so wurde aus einer immer noch guten Pace um 4:10/km flugs eine 4.30er-Pace bzw. noch langsamer. Man konnte der Uhr beinahe zusehen, wie der Schnitt Sekunde für Sekunde nach oben ging, bis schließlich klar war, die 60 Kilometer sind nicht mehr zu schaffen. Das Catcher Car kam 1,5 Kilometer zu früh. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Rang 2 in Österreich und globaler 73. können sich absolut sehen lassen, das knapp nicht geschaffte Ziel nicht ganz so tragisch erscheinen. Und wie pflegt Oliver gern zu sagen: „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen!“ Da scheint jemand noch nicht abgeschlossen zu haben. 😉

Ergebnisse

 

8. GRAWE Oichtental Halbmarathon

Am 23. April fand nun schon zum 8. mal der internationale Oichtental Halbmarathon in Nußdorf statt – unser Halbmarathon „dahoam“. Die Wetterkapriolen der Tage davor machten es notwendig, nicht nur in gewohnter Weise bei Start und Ziel für Zuschauer und Gastronomie ein Zelt aufzubauen, sondern auch den Athleten im Zielbereich Schutz vor Wind und Wetter zu bieten. Und das sollte sich auch bezahlt machen: der April zeigte wirklich die gesamte Witterungspalette von bewölkt, kurzem Sonnenschein, Wind, Regen und sogar Graupel. All das konnte ein beeindruckendes Starterfeld von insgesamt über 1000 Läufern nicht davon abhalten, die verschiedenen Disziplinen vor vielen begeisterten Zuschauern in Angriff zu nehmen.

Bereits zum zweiten mal fungierte unser Halbmarathon auch als Austragungsstätte der Salzburger Landesmeisterschaften im Halbmarathon. Aufgrund des am selben Tag stattfindenden Vienna City Marathons bzw. der Österreichischen Meisterschaften über 10 km am Vortag fehlten leider einige starke Läufer, die ein gewichtiges Wörtchen bei der Vergabe des Landesmeistertitel mitgeredet hätten. In deren Abwesenheit war die Favoritenrolle relativ eindeutig vergeben: unser Schnellster über die Halbmarathondistanz Alex Knoblechner nahm diese Rolle auch gerne an und führte das Feld von Beginn weg an, gefolgt vom allseits bekannten Robert Gruber, der am Vorabend noch in Wien am Start über 10 km war und eine starke Zeit von 32:08 min im Gepäck hatte, jedoch natürlich nicht vollständig regeniert war. So konnte Alex seinen Verfolger auf der dritten Runde abschütteln und dem Sieg in neuer persönlicher Bestzeit von 1:11:36h entgegenlaufen. Damit sicherte er sich nicht nur den Tagessieg, sondern auch den Salzburger Landesmeistertitel. Robert überquerte exakt eine Minute danach die Ziellinie. Mit deutlichem Abstand folgten dem Duo drei weitere Mitglieder des Lauftreff Nußdorfs: Hubert Standl, Florian Rausch und Oliver Riefler. Zuerst sollte Oliver zurückfallen, dann Florian. Hubert ließ sich den 3. Gesamtrang (M50 1.) und damit Silber in der Salzburger Landesmeisterschaft in 1:16:51h nicht mehr nehmen. Auf der letzten Runde konnte Oliver schließlich Florian wieder einholen und beendete das Rennen in 1:17:13h als gesamt Vierter (M40 2.) und Bronzemedaillengewinner der Landesmeisterschaft im Halbmarathon. Florian sicherte sich in 1:17:59h Rang 5. (AK 2.). Das starke mannschaftliche Abschneiden unseres Lauftreffs komplettierten Sudhir Batra als 8. (M30 3.) in 1:22:14h, Michael Wieser als 13. (M30 7.) in 1:26:05h, Wolfgang Struber als 19. (M30 9.) in 1:28:28h, Bernhard Schwärz als 27. (M40 9.) in 1:33:56h und Max Bauerstatter als 52. (AK 14.) in 1:43:52h. Horstl Junger konnte aufgrund einer Verletzung das Rennen leider nicht beenden.

Eine sehr eindeutige Angelegenheit sollte das Damenrennen werden. Anna Hettegger vom Lauftreff Nußdorf enteilte der Konkurrenz vom ersten Meter an und sicherte sich in 1:23:47h Tagessieg und Gold in der Salzburger Landesmeisterschaft. Mit deutlichem Abstand kam die Zweitplatzierte Sonja Strasser vom Trumer TriTeam 1:32:45h ins Ziel. Auf dem dritten Rang konnte Michaela Schwarzenbacher den Lauf als gesamt Dritte (W40 1.) in 1:35:23h beenden und sich damit über Silber in der Landesmeisterschaftswertung freuen. Bereits auf Rang vier findet sich unsere Christina Schörghofer, welche nach 1:35:50h die Ziellinie als 4. (AK 1.) und Bronzemedaillengewinnerin der Halbmarathon Landesmeisterschaft überquerte.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die 5- bzw. 10 km-Läufe. Oliver Janny vom Trumer TriTeam konnte sich den Sieg über die Kurzdistanz in 17:28min sichern. Auf den Plätzen folgten Franz Malli (ESIN-Tri Sports), der sich nur um wenige Zehntel geschlagen geben musste, bzw. Paul Block in 18:34min. Beachtenswert ist sicherlich die Familie Strasser. Wir alle freuen uns über ein teilweises Wettkampfcomeback von unserem Obmann Herbert Strasser, der als Pacemaker für seinen Sohn Florian fungierte, und diesen nach 20:28min über die Ziellinie begleitete. Das kann getrost als Talentprobe betrachtet werden – die Strasser’schen Gene lassen grüßen. 😉  Weiters war noch Roman Harasek beim 5 km-Lauf am Start. Er belegte Rang 13 in 21:42min.

Den Tagessieg über die 10 km konnte sich Markus Leukermoser (Gesundheitswelt Bürmoos) in 35:07min sichern. Auf den Rängen 2 und 3 folgen zwei Läufer vom Trumer TriTeam: Norman Banick und Christoph Neukamp in 35:16min bzw. 35:40min. Die Fahnen des Lauftreff Nußdorfs hielten hier Franz Schleindl (5. in 36:38min), Ludwig Scharinger (9. in 38:15min), Christian Rausch (11. in 39:12min), Jürgen Ranetbauer (12. in 39:14min), Hans Strasser (27. in 44:32min), Toni Wimmer (32. in 45:48min), Florian Haslauer (59. in 49:16min), Hans Rosenstatter (62. in 49:37min) hoch.

Es liegt ein ereignis- und vor allem arbeitsreiches Wochenende hinter allen fleißigen Helfern. Zusammenfassend können wir zufrieden sein und uns über einen neuen Teilnehmerrekord und viele hervorragende sportlichen Leistungen und einen reibungslosen Ablauf der verschiedenen Bewerbe freuen. Die Absenzen einiger der Topläufer Salzburgs trüben ein wenig den Gesamteindruck der Salzburger Landesmeisterschaften. Wir alle hätten uns größere und stärkere Teilnehmerfelder mit noch spannenderen Rennen gewünscht. So bleiben bei Herren wie Damen beinah erdrückend dominante Ergebnisse unseres Lauftreffs in Erinnerung, was die Leistung der erfolgreichen Läufer jedoch nicht schmälern soll und außerdem zeigt, dass wir uns als Verein des SLV unserer Verpflichtung bewusst sind, diverse Landes- und Staatsmeisterschaften mit unseren stärksten Athleten zu beschicken.

Ergebnisse

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5. Bürgerauseelauf Kuchl

Am 8. April fand in Kuchl die 5. Auflage des Bürgerauseelaufes statt. Die Läufer konnten zwischen zwei verschiedenen Distanzen wählen: 5,3 km oder 10,3 km auf jeweils leicht profiliertem Gelände.

Alex Knoblechner hielt für den Lauftreff Nußdorf die Fahnen hoch und konnte gesamt den 3. Rang in 34:07min erlaufen. Damit platzierte er sich hinter den starken Innerhofer-Zwillingen Manuel (32:52min) und Hans-Peter (33:24min) vom LC Oberpinzgau. Angesichts der Tatsache, dass Alex etwas über muskuläre Probleme geklagt hatte, konnte er mit dieser Formüberprüfung durchaus zufrieden sein. Nun gilt es noch ein paar qualitative Trainingseinheiten zu absolvieren, um beim Heim-Halbmarathon in Nußdorf am 23. April bzw. beim Salzburg Marathon am 7. Mai die gesteckten Ziele zu erreichen. Die bisherigen Saisonleistungen stimmen da durchaus positiv. Wir gratulieren und halten die Daumen!

Ergebnisse

Thermenmarathon Bad Füssing

Am Sonntag, 5. Februar 2017, fand zum bereits 24. mal der Thermenmarathon unter dem altbewährten Motto „Laufen – Erholen – Thermalbaden“ in Bad Füssing statt. In bewährter Form konnten die Läufer zwischen einem 10 km-Lauf, Halbmarathon und Marathon wählen. Trotz des alljährlich äußerst frühen Termins fanden auch heuer wieder viele Athleten den Weg in den bayrischen Kurort, um bei idealen Bedingungen auf die sehr schnellen Strecken zu gehen.

Vom Lauftreff Nußdorf gingen diesmal vier Läufer an den Start. Bernhard Rausch begab sich auf die 10 km-Strecke und beendete den Rundkurs in 39:36 min, was den 49. Gesamtrang (M35 5.) bedeutete. An der Spitze lieferten sich Tobias Schreindl (LG Passau) und Valentin Unterholzner (LG Region Landshut) ein Kopf an Kopf Rennen, welches erst im Zielsprint entschieden wurde. Die Siegerzeit von 30:38 min kann sich wahrlich sehen lassen.

Alex Knoblechner und Hubert Standl entschieden sich für die Halbmarathondistanz. Alex konnte sich bald nach dem Start mit Marco Bscheidl (LG Passau) und Matthias Ewender (LG Region Landshut) vom restlichen Feld absetzen. In einem flotten Rennen musste sich Alex schließlich nur Marco Bescheidl geschlagen geben, der den Wettkampf in 1:11:15 h für sich entscheiden konnte. Die 1:11:48 h bedeuten trotzdem für Alex eine neue persönliche Bestleistung – schon erstaunlich, wenn man berücksichtigt, dass dies im Grunde nur eine erste Formüberprüfung war, und das wettkampfspezifische (Marathon-)Training erst jetzt so richtig beginnt. Auch Hubert schlug sich äußerst wacker und überquerte die Ziellinie nach 1:17:28 h. Ebenso eine beachtliche Zeit, die insgesamt Platz 9. ergab (M50 1.). Beide schienen nach dem Wettkampf mit dem Erreichten sichtlich zufrieden. Da kann man ja große Dinge von Beiden erwarten. Wir halten die Daumen!

Oliver Riefler wagte sich schließlich auf die Marathonstrecke. Sein Ziel war jedoch nicht ein Angriff auf seine persönliche Bestleistung, sondern diesen Wettkampf als guten Trainingslauf für das große heurige Ziel zu nutzen: dem Wings for Life World Run am 7. Mai in Wien. Deshalb lief er diesen Wettkampf auch wider jede Trainingslehre aus dem Training raus mit müden Beinen von den letzten langen Läufen der vergangenen beiden Wochenenden. Sein Ziel war, diesen Marathon in etwa der Wings for Life World Run-Pace gleichmäßig durchzulaufen, was ihm auch gelang. Am Ende stand eine 2:44:23 h zu Buche (erste Hälfe in 1:22:00 h, zweite Hälfte in 1:22:23 h), was schlussendlich den 7. Gesamtrang ergab (M40 1.). Am Ende des Tages war es eine gelungene Abwechslung zum Trainingsalltag. Andreas Straßner (ART Düsseldorf) gewann die 42,195 km in 2:34:51 h.

Ehrung der Landesmeister durch den SLV

Am Freitag, 13. Jänner, fand die alljährliche Ehrung des Salzburger Leichtathletikverbandes (SLV) aller Landesmeister der vergangenen Saison statt. In gewohnt gemütlicher Atmosphäre im Gasthaus Allerberger in Siezenheim nahm der Präsident Dietmar Kurz im Beisein des Vizepräsidenten Ferdinand Gugenberger sowie des restlichen Vorstandes diese Ehrung vor.

Wie in den vergangen Jahren war auch heuer ein Athlet des Lauftreff Nußdorfs unter den Geehrten. Nach Alex Knoblechner (Halbmarathon, 10.000m) und Robert Schwaiger (Crosslauf) war diesmal Oliver Riefler an der Reihe, der sich ja im vergangenen Mai beim Salzburg Marathon den Landesmeistertitel im Marathon sichern konnte.

Man kann getrost behaupten, dass der Lauftreff Nußdorf sowohl in der Breite als auch in der Spitze in der Salzburger Leichtathletik angekommen ist. In der Breite, weil eine Zeit unter 1:20 h bei einer vereinsinternen Meisterschaft über den Halbmarathon wohl gerade mal für eine Top Ten-Platzierung reichen würde. In der Spitze, weil wir in den letzten Jahren Landesmeistertitel im Crosslauf, über 10.000m, Halbmarathon und Marathon feiern konnten. Ein Umstand, um den uns der eine oder andere renommierte Leichtathletikverein wohl beneidet. In Kombination mit unserem GRAWE Oichtental-Halbmarathon, der mittlerweile über 1.000 Starter zählt, dürfen wir uns trotz aller Bescheidenheit als Bereicherung für die Salzburger Leichtathletik sehen. Ein großer Dank an dieser Stelle an all jene, die dafür im Hintergrund immer wieder viel Freizeit opfern, um solche Dinge auf die Beine zu stellen. Allen voran möchten wir hier unseren Lauftreff Obmann Herbert Strasser erwähnen, ohne dessen Visionen es weder den Lauftreff, noch den GRAWE Oichtental-Halbmarathon gäbe.

Bericht auf der SLV Homepage

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Silvesterlauf 2016

Manche laufen in Peuerbach, Sao Paulo oder gar in Seekirchen … aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah! Das dachten sich wieder einmal viele begeisterte Läufer, die traditionell das Laufjahr mit dem Silvesterlauf in Nußdorf beenden wollten. Pünktlich um 14:00 Uhr schickte Bernhard Schwärz, Obmann des Skiclub Nußdorfs, die mehr als 40 Läufer mit der üblichen Streckenbeschreibung „zerst außi, donn aufi, donn uma, donn wieda aufi, nu moi uma und des Ziel is wie immer beim Brunner Hans“ los. Da konnte ja nichts mehr schiefgehen.

Alex Knoblechner hatte diese Beschreibung offenbar so gut verinnerlicht, dass er das restliche Feld keines Blickes würdigte und überrraschend zügig loslegte. Horstl Junger, traditionell Irlach- und Steinbachsieger, traute ob dieses Blitzstarts seinen Augen nicht. Eigenen Worten zufolge konnte er sich das gesamte Rennen von diesem Schock nicht mehr erholen. Andernfalls hätte er sicher eine deutlich bessere Zeit bzw. Platzierung erzielt.

Alex setzte sich bald vom restlichen Feld ab. Mit Respektabstand folgten Raimund Reindl, Oliver Riefler und Sudhir Batra. In Eisping konnte sich Raimund von Oliver lösen, den doch schon deutlichen Abstand zu Alex konnte er jedoch trotz seiner unbestrittenen Stärke bergauf nicht mehr wettmachen. So siegte Alex schließlich relativ souverän in 27:44 min, gefolgt von Raimund etwa eine Minute danach. Florian Rausch ließ es etwas gemütlicher angehen, überholte dann jedoch Läufer um Läufer und konnte auf der Forststraße schließlich noch an Oliver vorbeiziehen und kurz vor ihm die Ziellinie überqueren (31:10 min). Bini beendete den Lauf schließlich auf Rang 4 in glatten 32 Minuten, gefolgt von Ludwig Scharinger in 32:20 min.

Vom Lauftreff waren noch viele andere Läufer am Start. Bernhard Rausch lief nach 35:42 min durchs Ziel, Tobi Binder nach 36:14 min. Christian Wimmer benötigte 39 Minuten, Toni Wimmer 43 Minuten für die 7,5 km lange Strecke. Kurt Mühlbacher überquerte nach ca. 45 Minuten die Ziellinie – „eher hinten“, was die Platzierung betrifft. Hubert Standl lief mit Tochter, Christian Rausch mit Schwiegersohn in spe einträchtig vom ersten bis zum letzten Meter. Auch eine nette Art, das Jahr ausklingen zu lassen.